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Wie wichtig gekochtes Essen einmal war

Mein Jugendfreund ist, wie ich auch, Kind von Heimatvertriebenen aus Ungarn, deren Vorfahren (Donauschwaben) seit dem Ende des 17. Jh. aus Deutschland kommend, Donau abwärts, die osteuropäischen Länder besiedelten, die nach dem Sieg über die Türken nun – wie im Falle von Ungarn – zu den neu gewonnenen „Erblanden“ der Habsburger gehörten.
Unter dieser Siedlergenaration hatte sich der Spruch etabliert: „Der Ersten (Generation) der Tod, der Zweiten die Not und der Dritten das Brot!“ Ob, und wenn ja, was auf den Mittagstisch  kam, war für die ersten Siedler also existenziell und so war die erste Frage von Nachbarn, oder Freunden und Verwandten, die auf einen „Plausch“ vorbeikamen auch häufig: „Was gab´s bei euch heute zu Essen!“

Auch mir wurde diese Frage von den Eltern oder Grosseltern noch gestellt, wenn ich nach dem Mittagessen meinen Freund zum Spielen abholen wollte. Die Frage war also ritualisiert. In Erinnerung an diese Gepflogenheit möchte ich von Zeit zu Zeit hier selbst gekochte Gerichte einstellen, von denen einige übrigens aus der Zeit meiner Grosseltern stammen.