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The same procedure as every year

Ich könnte den Beitrag vom Januar 2015 als Grundlage für diesen Beitrag zum Thema verwenden, denn bis auf den Stromausfall im letzten Jahr ähnelt sich die Wetterlage und die daraus resultierenden Probleme auch in diesem Januar.

Im 8. Jahr ständigen Aufenthaltes hier hätte ich es besser wissen müssen, nämlich, ab 8° minus den Wasserhahn in der Küche über Nacht leicht zu öffnen, damit das Wasser im Fluss ist und somit die Zuleitung nicht zufrieren kann.
Nun, es waren gestern Nacht 13° minus und die etwa 70 cm lange Stichleitung des PE-Rohres, das die Vorbesitzer leider nur 10 cm unter die Erde gebracht hatten, war zugefroren! Zum Glück konnte das Rohr nicht platzen, weil nur wenig Druck von der Quelle auf die Leitung einwirkt.
Dummerweise wächst über  der Leitung ein sehr grosser alter „Je-länger-je-lieber“ Busch, so dass man nicht ohne Aufwand an die Leitung kommt. Vor ein paar Jahren hatte ich das Problem schon einmal, konnte damals die Leitung aber nach langem Erwärmen des Erdreiches mit einem Föhn wieder auftauen.
Dieses Mal überschwemmte ich den Leitungsverlauf unterhalb des Busches  mit 55° heissem Wasser aus der Holzzentralheizung. Eine halbe Stunde nachdem ich 150 Liter heisses Wasser (eigene Quelle, keine Kosten, Strom für Fön wäre teurer gekommen) mittels Gartenschlauch auf dem Erdreich verteilt hatte, lief das Wasser in der Küche wieder, weil erst dann die Wärme in tiefere Schichten vorgedrungen war.

Vom Haus zur ersten, von der Gemeinde geräumten, Strasse führt ein etwa 70 m langer Hohlweg von nur 2,20 m Fahrbreite. Etwa auf der Hälfte steht das Carport als Wetterschutz für das Auto.

Die Strecke bis zur geräumten Strasse ist ohne Schneeketten bei momentan 50 cm Schneehöhe nicht zu passieren, aber auch das Räumschild des Winterdienstes ist für unsere Zufahrt zu breit.
In einem Notfall müsste ich die Schneeketten aufziehen. Das Auto (Diesel) direkt an die Strasse zu stellen, die geräumt wird, ist auch keine Lösung. Steht der Diesel bei sehr tiefen Minustemperaturen länger ungenutzt, „friert“ er regelrecht ein und ein Starten ist nicht mehr möglich. Das bedeutet, die Batterie ausbauen und zum Aufladen bis zum Haus schleppen.
Steht das Auto im Carport, kann ich die Batterie mit Hilfe einer Kabeltrommel und Ladegerät direkt am Auto laden, oder, was auch schon vorgekommen ist, die eingefrorenen Bremstrommeln mit dem Fön auftauen …
In der Garage wiederum würde das Auto zwar nicht „einfrieren“, aber die Ausfahrt durch Schnee würde sich um weitere 40 m verlängern. Dies ist der Preis für eine „Alleinlage“ im Winter.