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Garten, Acker, Wald

Mit der ständigen Anwesenheit auf unserem Hof lag es Nahe, auch einen Garten anzulegen.

Das erste gebrauchte Gewächshaus ist schon 1997 aufgebaut worden. In Deutschland abgebaut, hierher transportiert, war die Freude daran nur von kurzer Dauer.

Gewächshaus II
Ohne Worte

Der Sturm „Lothar“ im Dezember 1999, zerlegte es in 1000 Scherben und verbog die Alu-Profile. Ein zweites, ebenfalls gebraucht, hat die folgenden Stürme bis heute überlebt.

Obwohl der Garten an der Stelle angelegt wurde, an der früher schon einmal einer gewesen sein soll, war die Anlage alles andere als leicht. Wir haben die Steine nicht gezählt, die wir entsorgen mussten, konnten 3 nur mit dem Traktor ausgehoben und weg gefahren werden.
Garten I
Auch das Anlegen eines Kartoffelackers war in Handarbeit und ohne Pflug Schwerstarbeit. Die zahlreichen Steine liessen sich zwar alle von Hand entfernen, aber ohne entsprechendes Gerät würde ich so eine Arbeit nicht mehr wiederholen.
Acker

Gärtnern auf 760 m Meereshöhe ist alles andere als einfach. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Gelände nach Norden geneigt ist, statt nach Süden. Und um das Mass voll zu machen, ist auch das Kleinklima nicht geeignet, die ersten beiden Nachteile auszugleichen. Die Neigung nach Norden geht in eine Tallage über, in der sich nachts die kalte Luft sammelt (Kaltluftsee) und morgens erst spät aufsteigt, nachdem sie sich erwärmt hat.

Dies alles führt zu kurzen Vegetationsperioden und ein Anbau bestimmter Gemüsesorten lohnt gar nicht. Bohnen z.B., die Mitte Mai gelegt, durch einen Bodenfrost Anfang Juni einen Rückschlag im Wachstum erleiden, bleibt häufig keine Zeit zum Reifen, weil erste Nachtfröste Anfang September kein Ausreifen der Schoten mehr zulassen.

Manche Jahre lässt sich ein wochenlanger Wachstumsstau bei allen Gemüsearten beobachten. Obstsorten gehen ausser Äpfeln überhaupt nicht und diese nicht jedes Jahr. Gut gehen Kartoffeln – wenn es keinen feuchten Herbst gibt, der die Braunfäule begünstigt. Jede Art von Kohl gedeiht ebenfalls recht gut – wenn entweder die Gelege des Kohlweisslings oder aber dessen Raupen zerstört/abgesammelt werden.
Kürbisse reifen nicht aus, Möhren werden von Wühlmäusen gefressen, wie überhaupt Wurzelgemüse nur noch im Hochbeet, mit Wühlmausschutz am Boden, angebaut werden.

Was noch gut wächst sind Beeren – vorausgesetzt, die Büsche werden vor der Ernte mit Vogelschutznetzen abgedeckt. Jedoch hat 2015 eine Gattung von Blattwespen die Stachelbeersträucher gefunden und deren Raupen einen Blätterkahlfrass veranstaltet, den ich nicht verhindern konnte, weil zu spät bemerkt.

Stachelbeerstrauch

Kräuter gedeihen nur in Töpfen, weil sie im Boden den Winter über erfrieren würden, Tomaten und Gurken nur im Gewächshaus, wo jedoch erstere zum Herbst hin Braunfäule bekommen. Dieser Pilz dringt dann in das GH ein, wenn im Hochsommer auch nachts die Tür als Überhitzungsschutz aufbleiben muss.

Meine zahlreichen Meerrettich Anbauversuche fallen jedesmal den Wühlmäusen zum Opfer. Wühlmäuse haben auch einen (nie tragenden) Zwetschgenbaum, eine Quitte (ebenfalls nie tragend) und eine Eiche gekillt, indem sie die Wurzeln abgenagt haben. Selbst eine Kaiserkrone hatte keine Chance.

Ansiedlungsversuche von Bärlauch, und Maiglöckchen haben nur mässigen Erfolg – sie leben noch, vermehren sich aber langsam oder gar nicht. Das Immergrün und Flechtweiden wachsen auf dieser Höhe noch ganz gut, wenn letztere die Schälungen der Rehe im Winter überleben.
Sehr gut gefällt es dem ausgebrachten wilden Majoran hier mit zahlreichen Blüten. die Bienen gerne besuchen.Die Heckenrose an der Westseite des Hauses ist schon die zweite – angeblich gegen div. Krankheiten resistente Sorte -, weil der erste Stock jedes Jahr im Frühjahr von einer Blattwespe befallen wurde, deren Raupen Löcher in die Blätter frassen, die dann abfielen. Bei der zweiten Pflanzung ging es 2 Jahre gut, aber 2015 wurde die neue Sorte sowohl von der Blattwespe, als auch von Schildläusen und zuletzt vom Rosenrost befallen – ein grauenvoller Anblick!

Also, die gärtnerischen Erfolge halten sich in engen Grenzen. Der Frust setzt sich leider fort, wenn nicht nur Nutz- sondern auch Zierpflanzen von
Schädlingen heimgesucht werden.

 

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