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Garrulus glandarius in Weissweinsauce?

Um verwilderte wildernde Katzen zu fangen, die im Frühjahr die Singvögelnester plündern, die sie erreichen können, stellte ich eine Kastenfalle an den Bach. Als Köder – natürlich – Katzenfutter! Statt einer Katze fingen wir schon das zweite Mal einen Eichelhäher. Ich erinnerte mich an mein Kochbuch von 1864, in dem auch – aus unserer heutigen Sicht befremdlich anmutende – Rezepte mit z.B. „Krametsvögeln“, Bibern usw. zu finden sind. Wer weiss denn heute noch, dass mit dem Namen Krametsvogel die Wacholderdrossel gemeint ist, ohne zu gurgeln?
Weshalb  also sollten Eichelhäher nicht auch essbar sein, zumal sie auch grösser als Drosseln sind?
Jedoch, mit einem Vogel wird man sich hungrig essen und pro Person bräuchte es schon mindestens 2 Stück. Deshalb wurde der Häher zusammen mit einem Suppenhuhn zubereitet und wie der geneigte Follower liest, leben die Fänger nach dem Verzehr noch.