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Ein Wintersturm und die Folgen

Häufig laufen die Szenarien ähnlich ab. Mehrer Tage Regen atlantischer Tiefausläufer weichen die Böden auf, so dass ein anschliessendes Sturmtief mit der Entwurzelung hoher Bäume ein leichtes Spiel hat. Oder, tagelange Niederschläge als Schnee bleiben bei Temperaturen nahe dem Nullpunkt auf den Ästen und Zweigen u.a. der Nadelbäume liegen. Sinkende Temperaturen in der Nacht erhöhen nach mehreren Tagen das Gewicht des Schnees auf den Bäumen. Dadurch werden sie enorm kopflastig und im einfachen Fall brechen die Kronen auf 1-3 m ab und in schlimmeren Fällen kippen ganze Bäume um.
So geschehen auch im Februar 2010, als ein schwerer Sturm eine fast 100 jährige Fichte mitsamt dem Wurzelballen aus dem Boden riss.

Der dabei freigelegte Wurzelteller hatte einen Durchmesser von über 4 Metern. Das Ganze bot einen traurigen Anblick.
Ein so alter Baum in weniger als 1 Minute „gefällt“.
Mit der gängigen „Haustechnik“ liess sich der Stamm, der in Bodennähe einen Durchmesser von 1.05 m hatte, nicht vom Wurzelteller trennen, so dass eine Motorsäge vom Nachbarn ausgeliehen werden musste. Mit grossem Getöse fiel der Stammansatz mit seinen Wurzelausläufern nach dem Durchsägen in seine ursprüngliche Position zurück – ein nicht ganz ungefährliches Vorgehen!